Polizeipräsident von Nakhon Sawan und andere Beamte werden entlassen, nachdem sie einen Drogenverdächtigen wegen Geld erstickt haben sollen

FOTO: INN Nachrichten

Nakhon Sawan -

Der thailändische Polizeichef hat heute, am 24. August, den Polizeipräsidenten von Mueang Nakhon Sawan, Thitisan Uttanaphon, entlassen und rechtliche Schritte gegen 13 mutmaßlich beteiligte Beamte eingeleitet, die am Erstickungstod eines Drogenverdächtigen beteiligt gewesen sein sollen.

Das gab Polizeigeneral Suwat Chaengyodsuk heute Abend auf einer Pressekonferenz bekannt, nachdem das Video in den sozialen Medien viral geworden war. Die TPN-Medien werden das Video nicht verlinken, da es sehr anschaulich ist und empfindliche Zuschauer verstören könnte, obwohl es in den sozialen Medien weit verbreitet ist. Die Aufnahmen zeigen offenbar vier Männer in einem scheinbaren Polizeibüro, die den Kopf eines Verdächtigen mit einer Plastiktüte bedecken und ihn dabei schlagen. Die Nationale Polizei hat den Polizeipräsidenten zunächst entlassen, während die Beweise für weitere Gerichtsverfahren gesammelt werden, an denen auch 12 weitere Beamte beteiligt gewesen sein sollen.

Den Videountertiteln zufolge handelte es sich bei dem Verdächtigen um einen mutmaßlichen Drogenhändler, der von Polizeioberst Thitisan Uttanaphon erstickt wurde, als er und seine Amtskollegen angeblich 2 Millionen Baht von dem Verdächtigen erpressten. Der Verdächtige wurde anschließend für tot erklärt.

Laut General Suwat wird auch eine rückwirkende strafrechtliche Untersuchung gegen die betreffenden Polizeibeamten durchgeführt werden. In der Zwischenzeit werden Beamte der Grenzschutzpolizei, der Einwanderungsbehörde und der Provinzpolizei Region 6 sie während der internen Ermittlungen genau überwachen, da viele der Verdächtigen noch auf freiem Fuß sind.

Darüber hinaus wird der Generalinspektor der Nationalen Polizei angewiesen, den Hintergrund und frühere Beschwerden des Superintendenten und seiner Crew zu untersuchen, einschließlich ihrer persönlichen Situation und finanziellen Geschichte, die zu solch brutalen Handlungen führen könnten. Premierminister Prayut Chan O'Cha hat persönlich darum gebeten, dass die Ermittlungen transparent und sachlich geführt werden.

Suwat erklärte: "Alle Polizeibeamten sollten sich an diesem Fall ein Beispiel nehmen, dass es keine Ausnahmen gibt, wenn sie etwas Schlechtes tun. Ein fauler Apfel muss ausgemerzt werden. Aber ich glaube, dass die meisten Polizisten noch gute Äpfel sind. Dennoch müssen diejenigen, die etwas Schlechtes tun, ihre Konsequenzen ziehen. Wir regieren nach dem Gesetz. Wenn die Menschen uns nicht vertrauen, wird das Land im Chaos versinken.

Bei dem Opfer in dem Video soll es sich mehreren Quellen zufolge um den 24-jährigen Jeerapong Thanapat handeln, der zuvor mit 100.000 Pillen illegaler Drogen verhaftet worden war. Der Verdächtige ist den Angaben zufolge am 6. August gestorben.

Ein Polizeiteam aus Bangkok wollte eine Autopsie an der Leiche von Jeerapong durchführen, er war jedoch bereits eingeäschert worden, wobei ein örtliches Krankenhaus als Todesursache eine mögliche Überdosis Drogen angab. Der gesamte Fall wird weiterhin untersucht.

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