Neunzehn mutmaßliche Partygänger in luxuriöser Villa in Phuket wegen illegaler Zusammenkünfte und Trunkenheit verhaftet, Ausländer greift Berichten zufolge Polizeibeamten an

Phuket -

Eine Gruppe von 19 thailändischen und ausländischen mutmaßlichen Partygängern wurde gestern in den frühen Morgenstunden des 19. September in einer luxuriösen Villa in Phuket verhaftet, weil sie sich dort versammelt und gefeiert haben sollen und damit gegen die Anordnungen der Provinz Phuket zur Verhinderung der Verbreitung des Coronavirus Covid-19 verstoßen haben.

Nach den derzeit in Phuket geltenden Covid-19-Vorschriften ist es nach wie vor verboten, Partys und gesellschaftliche Zusammenkünfte zu veranstalten, bei denen Alkohol im Spiel ist. Laut Gesetz bleiben alle Bars geschlossen und Restaurants dürfen landesweit keinen Alkohol ausschenken. Dies ist eine Anordnung des Center for Covid-19 Situation Administration (CCSA), die seit fast sechs Monaten in Kraft ist. TPN media stellt jedoch fest, dass viele Berichte von der Insel besagen, dass gesetzliche Anordnungen und deren Durchsetzung zwei verschiedene Dinge sind. Die Behörden von Phuket haben anscheinend genug davon, dass Menschen gegen die Regeln verstoßen, wie sie selbst kürzlich erklärten.

Die Polizei traf am Sonntagmorgen gegen 1:00 Uhr am Tatort ein, nachdem sie über eine illegale Versammlung in einem Privathaus im Unterbezirk Rawai des Bezirks Mueng informiert worden war. Die Meldung kam von einem anonymen Tipper, der sich über die mögliche Verbreitung von Covid-19 Sorgen machte und die Gesundheit der Gemeinschaft schützen wollte, so die Polizei. Als die Polizei eintraf, versuchte eine Gruppe von Partygängern, die Eingangstür zu schließen und den Beamten den Zutritt zu verwehren. Ein Ausländer soll einen Beamten getreten haben, um ihn am Betreten des Geländes zu hindern, woraufhin die Kontrolle in einen tätlichen Angriff ausartete.

Einer zweiten Gruppe von Polizisten gelang es, sich Zugang zu dem Anwesen zu verschaffen, nachdem Partygäste versucht hatten, die erste Gruppe zu blockieren, und entdeckten eine Gruppe von Verdächtigen, die am Pool der Villa tranken und tanzten, was gegen die Notstandsverordnung verstößt, die Partys und gesellschaftliche Zusammenkünfte verbietet. Alle wurden festgenommen und zur weiteren Befragung auf die Polizeistation Chalong gebracht.

Zunächst wurden sie angeklagt, weil sie gegen Artikel 4 der Verordnung der Provinz Phuket verstoßen hatten, der ein Verbot von Aktivitäten vorsieht, bei denen die Gefahr einer Verbreitung der Krankheit besteht, wie z. B. die Veranstaltung von Festlichkeiten, Banketten, Geburtstagen, Feiern oder ähnlichen Aktivitäten.

Weitere Ermittlungen ergaben, dass es sich bei dem Ausländer, der angeblich einen Polizeibeamten angegriffen hatte, um den Hausbesitzer handelte. Er wurde ebenfalls wegen tätlichen Angriffs auf den Beamten im Dienst angeklagt, obwohl die Polizei seinen Namen und seine Nationalität nicht nannte und sich auf laufende Ermittlungen und Verhöre des Verdächtigen berief.

Diese Razzia folgte eine weitere Razzia in Koh Samui einen Tag zuvor, bei der eine Gruppe von Personen ebenfalls in einem Restaurant getrunken und Billard gespielt haben soll.  Dieser Vorfall löste in den sozialen Medien zahlreiche negative Kommentare aus, in denen die Frage gestellt wurde, wie Thailand den Tourismus wiederherstellen will, wenn die Polizei weiterhin Razzien auf Partys, in Bars, bei Personen, die in kleinen Gruppen trinken, und in Restaurants, die Unterhaltung anbieten, durchführt.

Die Strafverfolgungsbehörden verteidigten die Razzien und erklärten, sie befolgten lediglich die Anordnungen und Regeln, die derzeit von der CCSA und den Provinzgouverneuren in Bezug auf Covid-19 festgelegt werden. Laut der Polizei von Phuket und Koh Samui legen sie die Regeln nicht fest und werden sie auch weiterhin durchsetzen, bis die Regierung die Covid-19-Maßnahmen für Vergnügungsstätten und gesellschaftliche Zusammenkünfte lockert.

Foto mit freundlicher Genehmigung: Tägliche Nachrichten

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