116 Partygänger in Bangkoks Rotlichtviertel verhaftet, weil sie sich versammelt, getrunken und gegen die Covid-19-Regeln verstoßen haben sollen

Bangkok -

Eine Gruppe von 116 thailändischen und ausländischen mutmaßlichen Partygängern wurde gestern Abend, am 16. Oktober, in einem Restaurant im Sukhumvit-Viertel im Bangkoker Stadtteil Klong Toei verhaftet, weil sie sich angeblich versammelt und getrunken hatten und damit gegen die Notstandsverordnung zur Verhinderung der Ausbreitung von Covid-19 verstoßen hatten.

Derzeit sind landesweit alle Bars und Nachtlokale geschlossen und Restaurants dürfen keinen Alkohol verkaufen, mit Ausnahme einiger weniger "Sandbox"-Lokale wie Phuket, Samui und Khao Lak. Dies gilt seit April, also seit fast sieben Monaten. Die Durchsetzung dieser Vorschriften, die vom Center for Covid-19 Situation Administration (CCSA) auf zentraler Ebene angeordnet wurden, ist jedoch in vielen Gebieten des Landes unterschiedlich.

Insgesamt 89 Thais und 27 Ausländer wurden gestern Abend im XOXO-Restaurant im Sukhumvit Plaza-Gebäude in der Soi Sukhumvit 12 festgenommen, nachdem die Polizei in Bangkok einen Hinweis auf eine illegale Versammlung in diesem Gebiet erhalten hatte. Der Hinweis kam angeblich von einem Anwohner, der über die Verbreitung von Covid-19 besorgt war, so die Polizei.

Bei der Razzia wurden nach Angaben der Polizei mehrere Gläser mit "verstecktem" Bier und Schnaps sowie Quittungen der Kunden über den Kauf alkoholischer Getränke gefunden. Viele Gäste versuchten, den Alkoholkonsum zu verschleiern, indem sie aus Teetassen oder anderen Behältern tranken, wie die Polizei mitteilte. Alle 115 Kunden wurden verhaftet, ebenso der Restaurantbesitzer, und sofort zur Lumphini-Polizeistation zur Befragung gebracht.

Zunächst wurden die Kunden angeklagt, weil sie gegen die Regeln der sozialen Distanzierung verstoßen hatten, wodurch die Gefahr der Ausbreitung von Covid-19 entstand, während der Besitzer wegen Verstoßes gegen die Notstandsverordnung durch den Verkauf alkoholischer Getränke angeklagt wurde. Nach der strengen Notstandsverordnung können hohe Geld- und Gefängnisstrafen verhängt werden, wobei die Lumphini-Polizei die genauen Geldstrafen für die Verhafteten nicht angab.

Alle 116 Partygäste mussten sich außerdem auf eigene Kosten einem Covid-19-Test auf der Lumphini-Polizeistation unterziehen. Die Ergebnisse der Tests waren für die Presse nicht unmittelbar verfügbar.

TPN media stellt fest, dass das seit einem halben Jahr geltende Alkoholverbot unglaublich unpopulär ist. Viele Menschen haben in den sozialen Medien ihre Wut über das Verbot zum Ausdruck gebracht, das selbst die kleinsten Bars und Kneipen von der Eröffnung ausschließt, selbst solche, die Sitzplätze im Freien anbieten. Die CCSA hat sich mit den anhaltenden Beschwerden befasst und behauptet, die Situation mit den Vergnügungsstätten "ständig zu bewerten" und Pläne und Richtlinien zu formulieren, damit sie sicher öffnen können. Diese Leitlinien werden nach Angaben der CCSA bis Ende des Monats vorliegen, obwohl unklar ist, wann die Vergnügungsstätten öffnen können.

Premierminister Prayut Chan O'Cha hat bereits gesagt, dass Bars, Kneipen, Nachtclubs und Unterhaltungslokale für die Eröffnung am 1. Dezember "in Betracht gezogen" werden, aber diese Antwort hat viele Geschäftsinhaber und Besucher nicht erfreut.

Foto mit freundlicher Genehmigung: Thairath

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