Ehemaliger Polizeikommissar "Joe Ferrari" aus Nakhon Sawan bestreitet bei erster Gerichtsanhörung die Vorwürfe, einen Drogenverdächtigen zu Tode gefoltert zu haben

Nakhon Sawan -

Thitisan "Joe" Utthanaphon, der verhaftet wurde weil er im August einen Drogenverdächtigen erstickt haben soll hat den Vorwurf, den Verdächtigen zu Tode gefoltert zu haben, gestern, am 19. November, bei einer Gerichtsverhandlung zurückgewiesen.

Der ehemalige Superintendent von Nakhon Sawan und seine sechs Untergebenen wurden zur ersten Anhörung vor das Provinzgericht von Nakhon Sawan geladen, weil sie angeblich den Kopf eines Verdächtigen bedeckten, als sie versuchten, den Drogenverdächtigen im August auf einer Polizeistation zu befragen. Das 24-jährige Opfer wurde anschließend für tot erklärt.

FOTO: Thailändische Nachrichtenagentur

Thitisan bekannte sich als Erstangeklagter eines Verbrechens wegen unrechtmäßiger Amtsausübung gemäß § 157 und § 172 des Strafgesetzbuchs sowie wegen unrechtmäßiger Inhaftierung gemäß § 309 schuldig.

Die Anklage wegen gemeinschaftlicher Verursachung des Todes durch Verletzung des Körpers einer anderen Person ohne die Absicht, den Tod herbeizuführen (§ 289), wies er jedoch zurück.

Er erklärte vor Gericht, dass er und seine Untergebenen nicht die Absicht hatten, das Opfer zu töten, sondern von ihm mehr Informationen über die Drogennetze erhalten wollten, um die Verbreitung von Drogen in Thailand zu stoppen. Er beharrte darauf, dass seine Handlungen "in der Absicht erfolgten, zum Wohle des Landes zu arbeiten, ohne die Absicht, in meinem Dienst Korruption zu begehen oder Geld von dem Opfer zu erpressen, wie es ihm vorgeworfen wird."

Zunächst wird das Gericht einen Termin für die Beweisaufnahme und die Zeugenbefragung anberaumen.

Der Fall hat in den sozialen Medien großes Interesse geweckt, wie TPN Media berichtet. Viele fordern, dass der Fall und die Ermittlungen sowie der Prozess für die Öffentlichkeit völlig transparent sein müssen.

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